So klappt’s garantiert: Hanfsamen keimen lassen wie ein Profi

Viele Wege führen zur gekeimten Pflanze, aber welche Methode ist die beste? Wenn es darum geht, Hanfsamen keimen lassen zu wollen, gibt es verschiedene Techniken, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Wir stellen dir die gängigsten Methoden in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung vor, damit du wie ein Profi starten und die maximale Keimrate erzielen kannst.

Hanfsamen keimen lassen: Den richtigen Samen wählen

Dein Anbauerfolg steht und fällt mit der Wahl des Samens. Die Entscheidung lässt sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: die Art des Samens, die das Anbauverhalten bestimmt, und die genetische Ausrichtung, die für Wirkung und Wuchsform verantwortlich ist. Bei der Art des Samens geht es vor allem um die praktische Handhabung und darum, was du am Ende deines Anbaus erreichen möchtest. Ist dein Ziel eine reine Blütenproduktion ohne viel Aufwand, sind feminisierte Cannabissamen die beste Wahl. Sie garantieren dir zu 99 % weibliche Pflanzen und nehmen dir die Sorge vor einer versehentlichen Bestäubung. Wenn dein Fokus auf Geschwindigkeit und Einfachheit liegt, empfehlen wir dir, stattdessen auf Autoflower-Samen zurückzugreifen. Sie benötigen keine Lichtplanänderung, um zu blühen und sprinten oft in Rekordzeit zur Ernte. Möchtest du hingegen in die Züchtung einsteigen und mit Genetik experimentieren, sind reguläre Samen, die sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen hervorbringen, genau das Richtige für dich.

Hast du die Samenart gewählt, musst du dich anschließend für die Genetik entscheiden: Indica, Sativa oder Hybrid? Indica Sorten sind typischerweise für ihre entspannende und körperbetonten Effekte bekannt. Sie wachsen buschig und brauchen daher viel Platz in die Breite, was sie für den Innenbereich besonders gut geeignet macht. Für einen Outdoor Grow eignen sie sich vor allem in Ländern mit Temperaturschwankungen. Im Gegensatz dazu steht die Sativa, die anregende und energetische Effekte hat. Sie wächst nicht in die Breite, sondern in die Höhe, weshalb sie sich besser für den Outdoor-Anbau eignet. Wenn du das Beste aus beiden Welten suchst, solltest du dir Hybrid-Sorten wie die Strawberry Haze Auto in unserem Shop anschauen. Sie verbinden die Eigenschaften von Sativa und Indica und können so an individuelle Vorlieben und Anbaubedingungen angepasst werden.

Die Wasserglas-Methode

Eine der einfachsten und schnellsten Techniken für die Keimung ist das direkte Einweichen in Wasser. Besonders bei älteren Samen mit harter Schale kann dieses Vorgehen den entscheidenden Unterschied machen, da das Wasser die Schale aufweicht und der kleinen Wurzel den Durchbruch erleichtert. Für die Durchführung füllst du einfach ein sauberes Glas mit lauwarmem Wasser, das eine Temperatur von etwa 20-25 °C haben sollte, und legst die Samen hinein. Nach 12 bis 48 Stunden sollten die meisten Samen auf den Boden des Glases gesunken sein und beginnen, eine winzige weiße Wurzelspitze zu zeigen. Sobald diese wenige Millimeter bis einen Zentimeter lang ist, kann der Samen vorsichtig mit einer Pinzette aus dem Wasser genommen werden, um die empfindliche Wurzel nicht zu berühren oder zu beschädigen. Setze den Keimling danach in ein ca. 5 bis 10 mm tiefes Loch in deiner Erde und bedecke ihn locker. Die Erde sollte ab jetzt durchgehend feucht, aber nicht nass gehalten werden – eine Sprühflasche leistet hier die besten Dienste.

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Die Küchenpapier-Methode

Die Papiertuch-Methode ist wohl die beliebteste und zuverlässigste Methode, um eine Keimung von Cannabissamen zu garantieren. Sie gibt dir eine hohe Kontrolle über die Feuchtigkeit und lässt dich den Fortschritt genau beobachten, bevor der Samen in die Erde kommt. Alles, was du dafür brauchst, sind zwei Teller, ein saugfähiges Küchentuch und eine Sprühflasche. Befeuchte zunächst ein Papiertuch, sodass es durchgehend feucht, aber nicht tropfnass ist, und lege es auf einen Teller. Platziere deine Samen nun vorsichtig im Abstand von einigen Zentimetern darauf. Anschließend deckst du sie mit einem zweiten, ebenfalls feuchten Tuch ab. Um ein Austrocknen zu verhindern und die für die Keimung wichtige Dunkelheit zu schaffen, legst du den zweiten Teller einfach umgedreht als Deckel darauf.

Anschließend stellst du das Ganze an einen warmen Ort bei Zimmertemperatur. Kontrolliere ein- bis zweimal täglich, ob die Tücher noch feucht sind, und sprühe sie bei Bedarf leicht nach. Innerhalb von ein bis drei Tagen sollte sich eine kleine Keimwurzel zeigen. Sobald diese Wurzel eine Länge von wenigen Millimetern bis zu einem Zentimeter erreicht hat, ist der Samen bereit für den Umzug.

Direkt in die Erde

Fülle für die Bodenkeimmethode als Erstes einen kleinen Anzuchttopf mit einer lockeren Erde. Mache dann mit dem Finger oder einem Stift ein etwa 1 bis 1,5 cm tiefes Loch in die Mitte Erde und besprühe das Ganze. Lege den Samen hinein und bedecke ihn mit einer lockeren Schicht Erde, ohne diese festdrücken. Platziere das Ganze anschließend an einen warmen Ort mit einer konstanten Temperatur zwischen 20-25 °C. Innerhalb von vier bis zehn Tagen sollte Keimling die Erdoberfläche durchbrechen. Sobald sich daraus ein Sämling entwickelt hat, solltest du ihn aus der Dunkelheit entfernen und stattdessen einen Ort mit viel Licht stellen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass du den riskanten Transplantationsschock vermeidest, da der Keimling nicht umgetopft werden muss. Der Nachteil: Die Keimrate ist oft geringer, weil der Keimling viel Kraft aufwenden muss, um die Erdschicht zu durchbrechen.

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Cannabis Samen keimen lassen in Steinwolle

Die Keimung in Steinwolle ist definitiv eine Methode für erfahrene Grower, die eine extrem hohe Keimrate aufweist. Die größte Hürde bei dieser Methode ist die Vorbereitung, denn Steinwolle hat von Natur aus einen für Hanfsamen zu hohen pH-Wert von etwa 7,0. Du musst die Würfel oder Blöcke daher zuerst für rund 24 Stunden in eine Wasserlösung mit einem stabilisierten pH-Wert von 5,5 einlegen. Das erfordert den Einsatz eines pH-Messgeräts und eines pH-Senkers, um den Wert konstant zu halten. Danach kannst du die Samen in das dafür vorgesehene Loch des Würfels legen. Auch hier gilt: eine konstante Wärme von 20-25 °C aufrechterhalten. Die Samen sollten dann nach etwa ein bis zwei Tagen keimen und in der Steinwolle für etwa zwei bis drei Wochen verbleiben. Sobald du die ersten Wurzeln am Boden des Würfels siehst, kannst du dann einfach den gesamten Steinwollblock in dein finales Medium stecken.

Keimung von Cannabissamen im Torfquelltopf

Torf bietet von Natur aus einen für die Keimung perfekten pH-Wert von 5,5. Eine aufwändige Vorbereitung wie bei der Steinwolle entfällt hier komplett, was den Keimprozess natürlich vereinfacht. Die Anwendung ist denkbar einfach: Die trockenen Torfpellets werden in lauwarmes Wasser gelegt, bis sie vollständig auf ihre endgültige Größe aufgequollen sind. In das vorgefertigte Loch auf der Oberseite des nun weichen Ballens legst du dann den Hanfsamen, idealerweise mit der spitzen Seite nach unten, nicht tiefer als einen Zentimeter. Auch bei dieser Keimungsmethode muss eine konstante Temperatur von 20-25 °C beibehalten werden. Sobald der Keimling die Oberfläche durchbricht, benötigt er viel Licht (ca. 14-18 Stunden täglich). Nach etwa ein bis zwei Wochen, wenn die Stecklinge einige Blattpaare entwickelt haben und die ersten weißen Wurzelspitzenresektion durch das Netz des Ballens sichtbar werden, können sie mitsamt Torfballen in die Erde gepflanzt werden. Das vermeidet den Transplantationsschock und schont die empfindlichen Wurzeln.

Egal für welche Methode du dich letztendlich entscheidest, wenn du die Schritte in diesem Guide genau befolgst, dann steht dem gesunden Wachstum deiner zukünftigen Cannabispflanzen nicht mehr im Wege. Die Grundlagen für eine erfolgreiche Ernte sind damit gelegt!

Sobald die Vorblüte abgeschlossen ist und du das Geschlecht deiner Pflanze kennst, beginnt die eigentliche Magie: die Entwicklung der Buds. Zuerst tritt deine Pflanze in die Frühblüte ein, meist um die fünfte oder sechste Woche. Aus den ersten zarten Ansätzen formen sich nun deutlich sichtbare Knospen. In dieser sensiblen Phase solltest du das Klima stabilisieren – eine Temperatur um 25 °C und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 % sind jetzt ideal, um die Weichen für den Erfolg zu stellen.

Darauf folgt die sogenannte Vollblüte, die etwa zwischen der siebten und achten Woche stattfindet. Jetzt explodieren die Buds förmlich, werden täglich größer, fester und überziehen sich mit einer klebrigen Schicht aus Trichomen, die das intensive, sortentypische Aroma verströmen. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem du die Düngergabe einstellst und mit dem Spülen beginnst, um alle Nährstoffreste aus der Erde zu schwemmen und einen reinen Geschmack zu garantieren.

Schließlich beginnt mit der Spätblüte ab Woche neun die finale Reifephase. Die Buds sind nun schwer und harzig. Das sicherste Zeichen für den perfekten Erntezeitpunkt verrät dir ein Blick durch die Lupe: Die Trichome wandeln ihre Farbe von klar über milchig-trüb bis hin zu bernsteinfarben. Wenn die Mehrheit milchig ist und die ersten bernsteinfarben leuchten, ist deine Autoflower am Ziel und bereit für die Ernte.

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